ELBA in den 30er-Jahren

Die ELBA-Zeitreise geht weiter…

Ende der 20er Jahre wuchs das Unternehmen ELBA und Erich Kraut kaufte eine Reihe neuer Maschinen. Nach den ersten 10 Produktionsjahren genoß er bei seiner Kundschaft hohes Ansehen und einen guten Ruf.

Erich Kraut repräsentierte in dieser frühen Unternehmenszeit den so typischen Handwerker-Unternehmer. Seine hohe technische Kreativität und sein Hang zum tüfteln ließen ihn nach weiteren Erfindungen streben.

Der große Durchbruch kam im Jahre 1933, als Erich Kraut die ELBA-Pendelregistratur erfand und diese zum Patent anmeldete. Es war die erste waagerechte Hängeregistratur der Welt (im Unterschied zu den senkrechten). Diese neue Form der Ablage bot unvergleichliche Vorzüge, unter anderem enorme Platzersparnis und einen schnelleren Zugriff auf die Akten.

Das Prinzip – „Akten von der Stange“: Hefter, Mappen und Taschen sind an ihren Rücken mit Metallbeschlägen versehen. Daran werden die Schriftgutbehälter (Pendelhefter) in eine breite Trageschiene eingehängt. Die Akten hängen seitlich nebeneinander. Ihre Schmalseiten sind dem Benutzer zugewandt. Auszüge oder Schübe sind nicht erforderlich. Beschriftet und signalisiert wird an den vorderen Oberkanten oder Schmalseiten. So ist die einwandfreie Übersicht wie bei Sichtkarteien gewährleistet und bietet damit ein hohes Maß an Sicherheit und Ordnung.

Auch im heutigen Computerzeitalter hat die weiterentwickelte Pendelregistratur noch zahlreiche Anwender, insbesondere dann, wenn es um eine dauerhafte Ablage oder um langfristige Vorgänge geht. So ist die Pendelregistratur bei Behörden und Gerichten bis heute das dominierende Ablageverfahren.

Wuppertal – die Stadt, in der ELBA gegründet wurde – ist die Stadt der Schwebebahn, die sich Erich Kraut für seine Idee der Pendelregistratur ja vielleicht als Vorbild genommen hat.