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Auslandserfahrung – wie wichtig ist sie wirklich?

Immer mehr junge Leute zieht es ins Ausland: Für ein Jahr als Au-pair nach Neuseeland, für ein Semester nach Rom oder für ein mehrmonatiges Praktikum nach New York. Es gibt viele Möglichkeiten und Wege, seine gewohnte Umgebung zu verlassen und sich auf das Abenteuer ”Ausland” einzulassen. Aber wie wichtig sind diese Erfahrungen wirklich und welche Bedeutung haben diese für potenzielle Arbeitgeber?

Eine solide Ausbildung oder ein guter Hochulabschluss reichen heutzutage nicht mehr unbedingt aus, um schnell im Berufsleben Fuß fassen zu können. Neben Kriterien wie Einstiegsalter, Studienzeit oder qualifizierten Praktika achten Unternehmen vermehrt darauf, ob der Bewerber einen Auslandsaufenthalt und demzufolge auch fundierte Fremdsprachenkenntnisse vorzuweisen hat. Deshalb halten es Experten im Rahmen einer soliden Karriereplanung für unerlässlich, vor, während oder nach der Ausbildungs- oder Studienzeit einen Auslandsaufenthalt einzulegen, um nicht nur seine Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu sichern, sondern seine Chancen auf einen Arbeitsplatz sogar zu erhöhen.

Die meisten großen Firmen agieren heutzutage nicht nur auf nationaler, sondern vielmehr auf internationaler Ebene. Und daher steigt im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft die Nachfrage nach Arbeitnehmern, die durch einen Auslandsaufenthalt ihre Befähigung zu internationaler Zusammenarbeit unter Beweis gestellt haben. Vor allem große Firmen benötigen Mitarbeiter, die nicht nur in ihren Landesgrenzen denken und  handeln und sich auf internationalem Parkett bewegen können. Und neben den im Ausland erworbenen fachlichen Qualifikationen sind vor allem die sozialen Fähigkeiten gefragt.

In der Ferne werden vor allem die so genannten ”Soft Skills” trainiert. Denn hier gilt es, sich in einer neuen Stadt zurechtzufinden oder sich in einen fremden Kulturkreis zu integrieren und flexibel auf ungewohnte Situationen zu reagieren. Besonders wichtig ist es, Offenheit gegenüber neuen oder auch ungewöhnlichen Dingen zu zeigen oder andere Lebens- und Arbeitsgewohnheiten zu akzeptieren. Vor allem längere Auslandsaufenthalte vermitteln interkulturelle Kompetenz, die in den meisten Berufssparten sehr hilfreich ist. Und die Erfahrung, auch ungewohnte Situationen meistern zu können, gibt neues Selbstbewusstsein.

Natürlich stehen für ein Auslandssemester vor allem die europäischen Nachbarstaaten ganz hoch im Kurs. Wer jedoch die Möglichkeit hat – was nicht zuletzt auch eine finanzielle Frage darstellt – sollte aber auch Länder in Lateinamerika, Osteuropa oder Asien in Erwägung ziehen. Bedenkt man die enorme wirtschaftliche Entwicklung und Bedeutung dieser Regionen, kann z.B. ein Aufenthalt in China im Rahmen eines Praktikums den eigenen Lebenslauf entscheidend bereichern und als Türöffner bei internationalen Unternehmen dienen. Also: Koffer packen und ab ins Ausland!

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