Karriere
Das Internet – eine wahre Fundgrube für Personalchefs
Wer schätzt es nicht, das World Wide Web, mit seinen scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung. Hier entwickelt sich ein gigantisches globales Zentralarchiv, ein Online-Gedächtnis, das alles sieht, weiß und fast nichts mehr vergisst. Und genau das ist das Problem. Denn jeder kann diese Fülle an Informationen nutzen und mit besonderer Vorliebe tun dies inzwischen auch die Personalchefs. Wissen Sie, welche Informationen über Sie im Internet stehen?
Der größte Nutzen des Internets ist gleichzeitig seine größte Gefahr. Denn das Netz macht Lebensläufe transparenter als es vielen lieb ist. Für viele Personaler ist das World Wide Web ein wahrer Glücksgriff bei der Suche nach Informationen zu bestimmten Bewerbern. Ob Referenzen, Mitgliedschaften, Freizeitaktivitäten oder Meinungsäußerungen – alles wird gesammelt und ausgewertet. Netzwerke wie StudiVZ oder Xing entpuppen sich dabei als wahre Fundgruben. Viele Personaler legen inzwischen zu jedem Bewerber eine eigene Mappe mit Informationen aus dem Internet an und thematisieren diese im Vorstellungsgespräch – falls man überhaupt so weit kommt.
Wissen Sie, was man über Sie im Internet herausfinden kann? Es empfiehlt sich für jeden, regelmäßig im Netz den eigenen Namen zu suchen, um zu sehen, wer man in der Welt des Webs ist. Am besten beginnen Sie mit den größten Suchmaschinen – Google, Yahoo und MSN. Geben Sie Ihren vollen Namen in Anführungszeichen ein. Sollten Sie zu viele Ergebnisse erzielen, können Sie die Suche auch konkretisieren, indem Sie Ihren Namen beispielsweise um Ihren Wohnort, den Arbeitgeber oder andere Daten ergänzen. Fragen Sie auch Ihre E-Mail-Adresse oder Spitznamen ab und dehnen Sie Ihre Suche auf Bilder aus. Wer weiß, ob Sie auf einer privaten Seite mit Partyfotos vertreten sind, von denen Sie nichts ahnen. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich die Nutzung von Archiven wie ”Wayback”. Hier finden sich auch noch alte, gelöschte Daten, die der Personaler gerne mit in seine Analyse einfließen lässt. Ein weiteres hilfreiches Programm ist Google-Alert, mit dem Sie künftig über neue Einträge mit Ihrem Namen informiert werden.
Gehen Sie aber auch in die Offensive. Das beste Mittel gegen fremdgesteuerte Internetpräsenz ist das Selbstmarketing. Mittel und Wege gibt es dazu viele, sie sind völlig legitim und meist kostenlos. Eine Möglichkeit ist, ein Profil in einem virtuellen Businessnetzwerk, wie Xing anzulegen. Mit qualitativ hochwertigen Beiträgen in öffentlichen Fachforen können Sie ihr Bild nach außen zusätzlich positiv unterstreichen. Eine eigene Webseite oder ein eigenes Blog sind weitere gute Alternativen für eine selbstgesteuerte Außenwirkung. Die Erstellung ist in der Regel kostenlos und sie werden von Suchmaschinen bevorzugt.
Grundsätzlich geht es nicht darum, wie oft Ihr Name in den digitalen Suchlisten auftaucht, sondern in welchem Zusammenhang. Bei der Selbstdarstellung im Internet gilt es, einen professionellen und sympathischen Eindruck zu hinterlassen.
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